Schiedsrichtervereinigung Werra-Meißner

Thomas Becker zum neuen Kreisschiedsrichterobmann gewählt

Thomas Becker ist der neue Kreisschiedsrichterobmann im Fußballkreis Werra-Meißner. Er wurde am Dienstagabend in der Eschweger Stadthalle einstimmig gewählt.

Eschwege – Es war am vergangenen Dienstagabend in der Eschweger Stadthalle ein Novum: Erstmals fand im Fußballkreis Werra-Meißner ein außerordentlicher Kreisschiedsrichtertag statt. Nötig geworden war das, weil Jürgen Backhaus nur wenige Monate nach seiner Wahl von seinem Amt als Kreisschiedsrichterobmann (KSO) zurückgetreten war.

 
Statt von seinem Vorschlagsrecht Gebrauch zu machen, entschied sich der verbliebene Kreisschiedsrichterausschuss dazu, einen neuen Obmann noch einmal demokratisch von allen Schiedsrichterkameraden wählen zu lassen.

Harmonische Sitzung am Dienstagabend

Anders als zuvor noch bei der Wahl des Kreisschiedsrichterausschuss im Frühjahr 2024, als es unter anderem einige kritische Zwischenrufe gab, verlief die Sitzung nun äußerst harmonisch.

58 von 112 aktiven Fußballschiedsrichtern waren anwesend. Mit Thomas Becker (ATGV Kleinalmerode) wurde einstimmig ein neuer Kreisschiedsrichterobmann an die Spitze des Kreisschiedsrichterausschuss gewählt, der noch gut drei Jahre die Geschäfte in der laufenden Amtsperiode führen wird.

Vorab betonte Kreisfußballwart Holger Franke in seinen Begrüßungsworten noch einmal eindringlich, dass er nach diesem Abend auf „ruhige Fahrwasser“ hoffe und auch darauf, dass der erstmalige auch gleichzeitig der letztmalige außerordentliche Kreisschiedsrichtertag sei.

Es brauche im Fußballkreis Werra-Meißner eine starke Schiedsrichterinnung, einen starken Kreisschiedsrichterausschuss und eben auch starke Fußballschiedsrichter: „Für Werte wie Fairness stehen wir“, so Holger Franke. Diesen Wünschen schloss sich der extra aus Südhessen angereiste Klaus Holz, Vorsitzender des Verbandsschiedsrichterausschusses, ebenso nachdrücklich an.

 

Thomas Becker muss versöhnen

Der neue Mann auf der Kommandobrücke ist nun Thomas Becker (ATGV Witzenhausen), der angesichts der Querelen der vergangenen Monate vor allem auch als Versöhner innerhalb der Schiedsrichterinnung gefragt sein wird.

„Das wird eine meiner Hauptaufgaben sein, ich habe früh gespürt, dass zwei Lager existiert haben“, sagt der 46-Jährige. Die Schiedsrichtervereinigung Werra-Meißner müsse in der Zukunft wieder mit einer Stimme sprechen und gerade auch im Schiedsrichteraustausch wieder als positiv wahrgenommen werden.

Der Kreisschiedsrichterausschuss sei auf alle seine Referees angewiesen und wolle einen offenen Austausch pflegen. „Wir haben über 100 Schiedsrichter und die müssen dabei aber auch mitziehen wollen. Wenn Unstimmigkeiten auf der Seele brennen, dann erwarte ich, dass diese auch in einem offenen Austausch angesprochen werden, und das nicht hinter dem Rücken geschieht“, sagt Becker.

„Ich werde nicht wenige Fehler machen“

Dass die Aufgabe als Kreisschiedsrichterobmann für den Familienvater im Endeffekt Neuland ist, dessen ist er sich bewusst. „Ich werde nicht wenige Fehler machen, aber ich bin als Schiedsrichter Kritik gewöhnt und ein Mensch, der sich dieser auch annehmen kann“, so Becker.

Aus diesem Grund werden die kommenden Wochen auch ganz im Zeichen der Einarbeitung ins Amt des Kreisschiedsrichterobmanns stehen.

Ganz viele Gespräche möchte er mit dem jetzigen Kreisschiedsrichterausschuss führen, aber auch mit erfahrenen Kräften wie Tobias Bindbeutel und Friedhelm Mühlhausen, die das Amt im Fußballkreis Werra-Meißner schon bekleideten und aktuellen Kreisschiedsrichterobmännern aus benachbarten Fußballkreisen. „Ich gehe unbedarft an die Arbeit heran, muss aber erst auch noch ein Gefühl für das Amt bekommen.“

Einen großen Wunsch hat der neue Mann für seine Amtszeit auch im Gepäck: Schön wäre es, wenn ein Schiedsrichter aus dem Werra-Meißner-Kreis in den kommenden zwei bis drei Jahren einmal wieder den Sprung in die Verbandsliga oder eine noch höhere Liga schaffen würde. „Die anderen Kreise um uns herum stehen da besser da“, so Becker.

(Maurice Morth), entnommen aus der Werra-Rundschau

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